Vitamin K

9. April 2018 Categories: Vitamine

Vitamin K besteht vielmehr aus einer Gruppe, die wiederum hauptsächlich aus vier Stoffen natürlichen und synthetischen Ursprungs bestehen. Neben Vitamin E, D und A gehört es zur Gruppe der fettlöslichen Vitamine und wird daher am besten mit fettreichen Lebensmittel zusammen aufgenommen. Wer schon mal Probleme mit blauen Flecken oder längerer Blutung hatte, der könnte etwas mehr Vitamin K gebrauchen, denn es ist das wichtigste Vitamin für die Blutgerinnung.

„Vitamin K – habe ich schon mal gehört, aber ist das nicht ein eher unwichtiges Vitamin?“

„Nun ja, ich lasse mich gerne überzeugen. Was macht es, wenn mein Bedarf gedeckt ist?“

Stoppt Blutungen (und heilt damit auch schneller Blutergüsse)

Vitamin K ist an der Synthese von Gerinnungsfaktoren beteiligt, ohne die der Körper jegliche Blutungen nicht stoppen könnte. Menschen, die diese Gerinnungsfaktoren also nicht umwandeln können, haben Probleme mit schnellen Blutungen, die sich schnell ausbreiten – ein blauer Fleck würde beispielsweise unverhältnismäßig groß aussehen und nur langsam abheilen.

Starke Knochen und gegen Osteoporose

Damit der Knochenstoffwechsel richtig funktionieren kann, ist ein höherer Vitamin-K-Spiegel notwendig. Vitamin K trägt wichtige Funktionen im Stoffwechsel von Kalzium und ist somit direkt am Knochenaufbau beteiligt. Möchten wir Osteoporose entgegenwirken, ist der erste Ansatzpunkt, für einen gesunden Knochenaufbau zu sorgen.

Unterstützung gegen Blutkrebs?!

Im Jahr 2010 hat eine Studie, die vom nationalen Krebsinstitut finanziert wurde, herausgefunden, dass das Blutkrebsrisiko mit Vitamin K gesenkt werden könnte. Genauer gesagt: Nachdem Faktoren wie Alter, Geschlecht, Übergewicht, Rauchen, Alkohol etc. kontrolliert wurden, hatte die Gruppe mit dem höchsten Vitamin-K-Verzehr ein 45% geringeres Krebsrisiko als die Gruppe mit dem niedrigsten Vitamin-K-Spiegel. Zu beachten ist hier, dass das Risiko generell eher niedrig ist und die 45% daher relativ zu betrachten sind.

„Was passiert, wenn ich mich nun dazu entschließe, Vitamin K zu streichen?“

Häufigeres Nasenbluten

Bei Frauen: Stärkere Regelblutungen

Andauernde Blutungen nach Verletzungen

Neigung zu starken blauen Flecken

Probleme mit größeren blaue Flecken, die nur langsam verschwinden?

Da Vitamin K dafür sorgt, dass das Blut besser gerinnen und Blutungen frühzeitig gestoppt werden können, kann ein länger anhaltender blauer Fleck auf eine schlechte Blutgerinnung hindeuten. Ebenso ist weiteres Anzeichen, wenn sich dieser Fleck bereits aufgrund eines eher geringeren Einflusses entwickelt hat (ein kleiner Aufprall/Stoß sorgt bereits für einen großen Fleck).

Vitamin-K-Mangel ist generell eher selten

Da das Vitamin in vielen Lebensmitteln enthalten ist und außerdem von unserer Darmflora (den Bakterien) selbst hergestellt wird, tritt ein Mangel nur eher selten auf. Natürlich hängt es trotzdem stark von der Ernährung sowie von der Gesundheitslage des Patienten ab: In Weißmehl, Pommes und Co. wird sich kein Vitamin K finden, das gerade für Personen mit Osteoporose, Lebererkrankungen, Krebs sowie Erkrankungen des Verdauungstraktes notwendig ist.

Babys brauchen Vitamin K und erhalten dies bereits direkt nach der Geburt

Ein Mangel kann vor allem bei Säuglingen auftreten, da die Darmflora noch nicht weit entwickelt ist. Das Risiko ist erhöht, wenn das Baby ausschließlich Muttermilch erhält. Um direkt zu Beginn einem Vitamin-K-Mangel vorzubeugen, wird in der Regel direkt nach der Geburt Vitamin K verabreicht. Auch bei den folgenden Vorsorgeuntersuchungen erhalten die Babys Vitamin K, um nicht die Gefahr eines (mitunter gefährlichen) Mangels einzugehen.

Vorsicht bei Einnahme mit Medikamenten

Personen, die Medikamente mit Blutgerinnungshemmer erhalten, z.B. Marcumar®, Ratiopharm®, Phenpro® oder Flithrom® (oft für Patienten mit Vorhofflimmern oder einer künstlichen Herzklappe) sollten bei der Aufnahme von Vitamin K aufpassen, da es den gegenteiligen Effekt hat: Diese Medikamente sollen das Thromboserisiko senken, indem es die Blutgerinnung hemmt, während Vitamin K dafür sorgt, dass die Blutgerinnung besser funktioniert. Gänzlich verzichtet werden sollte allerdings nicht – hierüber wird/sollte der Arzt genau aufklären.

„Wie sehen die täglichen Referenzwerte in unserer DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) und in den USA aus?“

DACH (2015)

US AI (2018):

Für Männer

Für Frauen (Schwangere und Stillende ebenfalls 65 Mikrogramm)

Für Männer (je nach Alter: 75 bis 120 Mikrogramm)

Für Frauen (Schwangere und Stillende ebenfalls 90 Mikrogramm)

„Und was könnte ich essen, um diesen Bedarf zu decken?“

Überdosierungsgefahr? Eher nicht.

Da Vitamin K1 und K2 selbst in sehr hohen Mengen nicht schädlich wirken, ist eine Überdosierung damit nicht möglich. Nur das synthetische Vitamin K3 kann bei einer Überdosierung zu negativen Nebenwirkungen führen. Über die Lebensmittel nehmen wir jedoch nur Vitamin K1 auf, Vitamin K2 wird von unserer Darmflora gebildet und synthetisches Vitamin K3 wird klinisch eingesetzt.

Alle Studien zu diesem Artikel ansehen

  1. PLAZA, Steven M.: The anticancer effects of vitamin K. Alternative Medicine Review, 2003, 8. Jg., Nr. 3, S. 303-318.
  2. NIMPTSCH, Katharina, et al.: Dietary vitamin K intake in relation to cancer incidence and mortality: results from the Heidelberg cohort of the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC-Heidelberg)–. The American journal of clinical nutrition, 2010, 91. Jg., Nr. 5, S. 1348-1358.
  3. CHLEBOWSKI, Rowan T.; AKMAN, Steven A.; BLOCK, Jerome B. Vitamin K in the treatment of cancer. Cancer treatment reviews, 1985, 12. Jg., Nr. 1, S. 49-63.
  4. BIESALSKI, Hans Konrad, et al.: Ernährungsmedizin. Georg Thieme Verlag, 2017.
  5. ADAM, Olaf.: Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe: Prävention und Therapie mit Mikronährstoffen. Thieme, 2002.
  6. Schweizerische Gesellschaft für Ernährung – DACH-Referenzwerte: http://www.sge-ssn.ch/grundlagen/lebensmittel-und-naehrstoffe/naehrstoffempfehlungen/dachreferenzwerte/ (Abruf: 09.04.2018).

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Frank Olschewski

Frank beschäftigt sich bereits sein halbes Leben lang mit den Themen Ernährung, Sport und Selbstmotivation (Ernährungswissenschaften & positive Psychologie) und hat sich mit Monster Fitness seinen größten Traum erfüllt. Er führt durch den Abnehmdschungel, deckt Märchen auf und stellt die wirksamsten Prinzipien zum Abnehmen auf seine ganz eigene Art dar.

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