Energie aufbauen fürs Ziel

21. Juni 2020 Categories: Abnehmen, Motivation, Podcast

In dieser Folge erfährst du, wie Energie mithilfe von Dopamin, Effizienz und unseren Zielen entsteht und wie wir sie möglichst gut aufbauen können im Bereich der Zielsetzung und – natürlich – auf dem Weg zu unserem Ziel.

Ich möchte darüber hinaus weiter in das Thema einsteigen, als „Setze dir ein attraktives Ziel“ oder „Stell dir Mini-Ziele auf“ – ich gehe davon aus, dass du davon schon mal gehört hast. Hier geht es jetzt etwas mehr in die Tiefe und die Frage ist:

Warum genau, was passiert in uns mit uns und wie machen wir es am effektivsten?

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Also, fangen wir an: Ziele – was hat es eigentlich immer mit diesen Zielen auf sich?!
Ziele geben Orientierung und verhindern, dass mehr oder weniger der Zufall entscheidet, wo es lang geht. Mithilfe von Zielen schreiben wir selbst, wohin die Reise gehen soll. Wir navigieren unser inneres Monster in die richtige Richtung, wenn es mal wieder lieber auf den Schokoriegel oder die Pizza losgehen möchte.

Aber es geht dabei noch um vielmehr, als nur um Wegweiser.

Ziele geben Energie.

Je größer und emotionaler das Ziel ist, desto mehr Power entwickeln wir auch. Stell dir vor, wie dein Monster müde gähnen würde, wenn du nur halbherzig ein Ziel oder einen Traum fassen würdest. Stattdessen kannst du es in einen knallwachen Zustand versetzen und mit Energie aufpumpen, wenn das Ziel entsprechend aussieht.
Unser inneres Monster arbeitet nach dem Prinzip der maximalen Effizienz: Wenn es auch mit weniger Energie geht und wenn es nicht so wichtig ist, dann gibt es auch weniger Energie.

Nun können Ziele aber noch mehr. Sie sind auch so etwas wie Investitionen. Und zwar Investitionen an Energie, die du doppelt und dreifach zurückbekommst, wenn du dein Ziel erreicht hast. Wenn dein Ziel jetzt erst mal sehr groß wirkt, dann kannst du es dir ganz leicht einfacher machen: Du zerlegst das große Ziel in Mini-Ziele.

Wenn du dich aufmachst, wirst du sehen, wie viel einfacher es dir fällt, vorwärts zu kommen und dich auf dein Ziel zuzubewegen, wenn du dich an deinen Mini-Zielen orientierst. Du erhältst die Energie deines großen Ziels und nimmst aber nur die Entfernung bis zum jeweils nächsten Mini-Ziel wahr. Wenn du dann dein erstes Mini-Ziel erreichst, lernen du und dein Monster: Wir haben das aus eigener Kraft geschafft und sind hier angekommen! Fühlt sich gut an. Dopamin wird ausgeschüttet, dein Monster wird motiviert und lässt sich fortan immer leichter für weitere Ziele und Vorhaben motivieren. Du investierst quasi 1 Gramm Vertrauen und Energie darin, dass du dein Ziel erreichst und erhältst, wenn du es dann erreicht hast, 3 Gramm Vertrauen und Energie zurück.

So bauen wir Vertrauen und Energie auf.

Kommen wir nun zu deinem Ziel. Deinem Oberziel. Es sollte attraktiv und emotional sein. Wenn du dir nicht ganz sicher bist, dann frage dich, ob es dich begeistert und auch ein wenig ängstigt. Du formulierst dein Oberziel nun so, als wärst du bereits dort angelangt und immer positiv und persönlich, also an dich gerichtet.

Bevor du dir gleich dein Ziel setzt, möchte ich dir noch einen starken Verbündeten vorstellen: Anker.

Keine Schiffsanker, sondern solche Anker – meist in Form von Zahlen – an denen wir uns unterbewusst orientieren und die dein Monster unmöglich ignorieren kann.
Um dir die Wirkung ein wenig zu demonstrieren, möchte ich dir kurz von einem bahnbrechenden Experiment vom Nobelpreisträger Daniel Kahneman erzählen.

Er hat erforscht, was das Ankern von Zahlen für eine Auswirkung auf unser Unterbewusstsein und Verhalten hat. In seinem Experiment wurden über einen längeren Zeitraum zufällig ausgewählte Studenten zu verschiedenen Dingen befragt. Zu was, war völlig egal, die genaue Zahl konnte keiner wissen und es hat auch keine Rolle gespielt. Zum Beispiel, wie viele Fahrräder sind heute über diese Straße gefahren sind, wie hoch ist der aktuelle Lottogewinn und so weiter. Der Clou dabei ist nun Folgender: Jeder dieser Studenten hat am selben Tag unabhängig von dieser Befragung einmal an einem Glücksrad gedreht, das daraufhin eine zufällige Zahl angezeigt hat. Mehr nicht. Nur gedreht und es wurde irgendeine Zahl angezeigt, es gab keinen Preis oder sonst irgendwas. Nun kommt das verblüffende Resultat: Die Studenten, die beim Glücksrad eine höhere Zahl gedreht haben, haben auch eine wesentlich höhere Einschätzung bei der Befragung abgegeben. Wurden sie daraufhin gefragt, ob sie sich noch an das Glücksrad und die dort angezeigte Zahl erinnern würden, war die Antwort Nein, Sie hatten keine Ahnung, welche Zahl ihnen beim Glücksrad angezeigt wurde, manche wussten nicht einmal mehr, dass sie am Glücksrad gedreht hatten.

Ihr Unterbewusstsein hatte jedoch alles abgespeichert und dafür gesorgt, dass zukünftiges Verhalten davon beeinflusst wurde!

Laut dem Nobelpreisträger Kahneman haben Anker ihre Wirkung nicht, weil wir diese als informativ wahrnehmen oder überhaupt glauben, dass sie einen Einfluss haben. Sie haben völlig unabhängig davon ihren Einfluss auf unser Unterbewusstsein und unseren Zugang zu verschiedenen Ressourcen, die daraufhin aktiviert werden.

Ein gutes Ziel umfasst also auch immer eine konkrete Zahl.

Ein gutes Beispiel für ein Ziel ist: „Ich fühle mich am 01. Juni großartig, denn ich wiege unter 65 Kilo und passe bequem in meine Jeans der Größe 28. Ich habe meine persönliche Traumfigur erreicht, fühle gesund, fit und kann mich unbeschwert bewegen. Ich erhalte Komplimente, bin echt stolz auf mich und habe in allen anderen Lebensbereichen viel mehr Energie.“

Challenge:
Ich möchte, dass du dir eine Tabelle oder Vase anlegst, mit der du deine Mini-Ziele festhältst. Schreib sie dir auf, meintwegen eine kleine Grafik mit Bergen oder Schlössern, wie man es von Instagram kennt, aber mach deine Mini-Ziele sichtbar und häng sie dir an sichtbaren Plätzen auf.

Dein Oberziel schreibst du darüber und direkt darunter schreibst du die drei wichtigsten und emotionalsten Gründe, weshalb du dieses Oberziel erreichen möchtest.

Wenn du dich fragst, wie du die Mini-Ziele aufteilst, kannst du – wenn wir jetzt vom Gewicht reden – die Differenz bis zu deinem Obergewichtsziel einfach durch 6 teilen. Du kannst dir aber auch Nicht-Zahlen-bezogene Mini-Ziele aufschreiben, wie beispielsweise „Ich schaffe 5 oder 10 Kilometer am Stück“, „Ich schaffe eine Liegestütze“ und das kannst du dir dann jeweils Monat für Monat vornehmen.

Damit hast du für dich persönlich dann das ultimative Motivationsplakat und -Paket geschaffen.

Ich wünsche dir ganz viel Erfolg und Spaß dabei!

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Frank Olschewski

Frank beschäftigt sich bereits sein halbes Leben lang mit den Themen Ernährung, Sport und Selbstmotivation (Ernährungswissenschaften & positive Psychologie) und hat sich mit Monster Fitness seinen größten Traum erfüllt. Er führt durch den Abnehmdschungel, deckt Märchen auf und stellt die wirksamsten Prinzipien zum Abnehmen auf seine ganz eigene Art dar.

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