Wie du mit Neuroplastizität und Super-Mario dein Leben veränderst (Teil 3)

4. August 2021 Categories: Motivation & Psychologie

Nachdem du im 1. Teil Motivation: Was du über deinen inneren Antreiber wissen solltest alles zum Thema Motivation und Inspiration gelernt hast, konntest du in Teil 2 lernen, wie du deine Gewohnheiten ändern & aufbauen kannst. 

Kommen wir nun zum 3. und letzten Teil! In diesem Teil beschäftigen wir uns mit Neuroplastizität & Super-Mario. Nein, das ist kein Spaß! Lies weiter, um zu erfahren, was es damit auf sich hat!

„Ich habe mehr als 9000 Würfe verfehlt. Ich habe fast 300 Spiele verloren. 26 Mal wurde mir der entscheidende Wurf anvertraut und ich verfehlte ihn. Ich habe immer wieder Fehler gemacht. Und deshalb bin ich erfolgreich.“
– Michael Jordan

Stell dir mal vor, du hättest noch die gleiche Motivation, die du als Kind hattest, wenn du auf neue Dinge zu gehst. In Super Mario geht es ums Sspielen und es ist völlig normal – zählt sogar zum Spielerlebnis dazu – immer wieder in den Abgrund zu stürzen oder von diesen aggressiven Pflanzen gefressen zu werden.

Du hast nicht weniger, sondern beim Neustart mehr Motivation, es dieses Mal zu schaffen und weiterzukommen. Stell dir vor, alles im Leben, vor allem die Niederlagen, wären so spaßig und motivierend, wie eine Partie Super Mario.

Klingt unglaublich? Ich darf vorstellen: Der Super-Mario-Effekt!

Neuroplastizität & Super Mario

Um den zu verstehen, brauchst du noch einen anderen Begriff: Neuroplastizität.

Hierbei handelt es sich um eine sehr spannende Entdeckung im Bereich der Neurowissenschaften.

Neuroplastizität ist die Fähigkeit unseres Gehirns sich selbst zu ändern. Das Präfix „neuro“ bezieht sich auf die Neuronen in unserem Gehirn. Und das Suffix „Plastizität“ meint, dass das Gehirn veränderbar ist.

Lass dir nun mal Folgendes durch dein Hirn gehen: Genau das hier, diese neue Info, sorgt dafür, dass sich dein Hirn – jetzt gerade – physisch verändert. Es ist einfach nicht mehr dasselbe wie vorher. Jetzt hast du ein anderes Gehirn als eben.

Und zwar nicht nur metaphorisch, sondern auch ganz materiell/sichtbar – es werden Zellen verknüpft und verändert. Warum ich dir das sage? Damit du erkennst, welche Macht dir innewohnt. Du hast (jederzeit) die Kontrolle darüber!

Auf das Thema bezogen heißt das: Du kannst deine Einstellung gegenüber Niederlagen und Fehlern grundlegend verändern.

Während unseres Lebens werden wir darauf programmiert, dass Fehler das Schlimmste sind, was uns passieren kann und dass wir uns für sie schämen sollten.

Kurzum: Wir sollen alles daran setzen, sie zu vermeiden. Das führt unweigerlich dazu, dass wir viele Dinge gar nicht erst versuchen, denn niemand möchte sich freiwillig dem Risiko aussetzen, etwas Peinliches zu erleben.

Die gute Nachricht ist: Es gibt auch ein Gegenstück zu diesem Teufelskreis. Du kannst ihn quasi umkehren in etwas Positives, einen “Powerkreis”. Nutze diesen Powerkreis und vermittle deinen Neuronen, dass du bereit bist für Wachstum.

Eine weitere gute Nachricht ist, dass unser innerer Kern, unsere Seele, wie auch immer du es nennen magst, so gut wie unbesiegbar ist. Wir haben immer noch etwas Energie übrig, um wieder aufzustehen. Vergiss dabei nur eins nicht: “Unbesiegbar” heißt nicht, die Verteidigung zu verstärken und sich zurückzuziehen (und es nicht mehr zu versuchen).

Wahrlich unbesiegbar bist du erst dann, wenn es schaffst, nach dem Aufstehen mit der gleichen Energie und einem ähnlichen Optimismus ein weiteres Mal das Schwert aus der Scheide zu ziehen.

Ein häufiges Problem dabei ist, dass man ein alles oder nichts Mindset nutzt. Das heißt: Du erwartest Perfektion und bist am Boden zerstört, wenn du sie nicht (hin-)bekommst.

Fokussier dich auf das Ausprobieren, auf den Weg, auf das Abenteuer Leben und gewöhne es dir ab, automatisch Niederlagen und Fehler – in welcher Form auch immer – als etwas Negatives anzusehen.

Denk an das Folgende: Die größten Fortschritte im Leben kommen nicht durch Erfolge, sondern durch Fehler. Am besten nennst du es nicht mehr “Fehler”, sondern einfach “Feedback” (das dich weiterbringt).

Deine persönliche Schicksalsschmiede bekommt erst dann so richtig Zunder, wenn du mit Vollgas gegen eine Wand knallst, aber trotzdem nicht aufgibst.

Auch interessant:

Verstehe, wie dein Unterbewusstsein und dein inneres Monster funktionieren

„Wenn ich loslasse, wer ich bin, dann werde ich, wer ich sein könnte.“
– Lao Tzu

Folgende Situation kommt dir sicherlich bekannt vor: Du schreibst an etwas, bist aber in Gedanken ganz woanders. Und schwupps – auf einmal hast du unbewusst genau das aufgeschrieben, woran du gerade gedacht hast.

Zum Beispiel schreibst du gerade einen wichtigen Text für die Arbeit und dir kommt gleichzeitig der Gedanke, dass du dir heute Abend eine Pizza bei dem neuen Italiener bestellen könntest. Plötzlich staunst du nicht schlecht, als du auf deinem Bildschirm den Namen des Italieners siehst.

Dasselbe passiert in vielen weiteren Situationen und wahrscheinlich in viel mehr, als dir bisher vielleicht bewusst war. Zum Beispiel bei:

    • Auto/Fahrrad fahren
    • Schreiben & Lesen
    • Atmen
    • Laufen
    • Küssen
    • Sex
    • Träumen
    • Denken
    • Und: Entscheiden.

You think you do, but you don’t!

Wenn du glaubst, dass du bewusst entscheidest, ist das nicht ganz richtig. Du merkst zwar, dass du gerade in dem Moment eine Entscheidung getroffen hast und vielleicht hast du auch vorher darüber nachgedacht, aber Fakt ist: Wie du zu der Entscheidung gekommen bist, wurde bereits lange vorher beeinflusst und in eine Richtung gelenkt – unbewusst.

Umgang formt den Menschen

An dem Punkt sei gesagt, dass wir vor allem von den Menschen in unserem Umfeld stets unbewusst beeinflusst werden: Achte also darauf, mit wem du dich umgibst 😉.

Deine Familie kannst du dir nicht aussuchen, aber dafür alle Anderen. Alles Wissen der Welt bringt dir nichts, wenn dein Partner dich regelmäßig runterputzt oder dich emotional erpresst. Das Gleiche gilt für Freunde. Auf der anderen Seite kann es dir Flügel verleihen, wenn du die richtigen Menschen an deiner Seite hast.

Eine einfache und sehr zielführende Übung dazu ist die Folgende:

  • Schreibe einmal die Personen aus deinem Umfeld untereinander auf. Sagen wir die, mit denen du mindestens einmal im Monat zu tun hast.
  • In zwei Spalten notierst du nun einmal eine Bewertung von Doppelminus bis Doppelplus.
  • Die erste Spalte steht dafür, wie sehr dich diese Person für deinen Weg, deine persönliche Entwicklung und dein Wachstum inspiriert und motiviert.
  • In der zweiten Spalte notierst du, wie glücklich und energievoll du dich fühlst, nachdem du diese Person getroffen hast.

Du hast es erraten: Das Ziel ist es, Doppelplus-Menschen in dein Leben einzuladen. Einfach Menschen, die dich glücklich machen und dir das Gefühl geben, mehr zu sein, als du selbst gerade glaubst.

Monstermäßig neue Gewohnheiten programmieren

Kommen wir mal zu der Frage: Warum fällt es uns so schwer, ein neues Verhalten beizubehalten? Warum fallen wir so häufig wieder in alte Muster zurück?

Dieses geheime Verhaltensmuster, das dich da lenkt, wird hier liebevoll inneres Monster genannt. Gutmütig. Etwas faul. Stets hocheffizient.

Und wie wird dieser „Autopilot“ programmiert? Was entscheidet darüber, wie sich unser inneres Monster entwickelt?

Das ist ein langer Prozess

Es gibt viele verschiedene Bereiche, die das Formen deines inneren Monsters beeinflussen: Erziehung, Freunde, Lehrer, Trainer, Partner, Gesellschaft und Medien. Du kannst dein inneres Monster auch als eine Art Tamagotchi ansehen: Es wird zu dem, womit du es fütterst und wie du es behandelst (und wie andere es behandeln).

Output = Input.

Zwischendurch gerätst du immer wieder in Prozesse der Selbstreflektion, vor allem dann, wenn du einen großen Misserfolg erlebt hast. In den Situationen hinterfragst du das, was du gelernt hast. Manchmal kommst du dann zu einem besseren Schluss, manchmal schlägst du einfach in das komplette Gegenteil um – einfach, weil du von der bisherigen Sache so enttäuscht wurdest.

Zu 90% laufen dann die Verhaltensweisen ab, welche unser inneres Monster bis dahin gelernt hat – und die basieren auf deinen Werten, Identifikation, Gewohnheiten, Belohnungssystemen, Bewertungen, Einstellung und deiner Wahrnehmung gegenüber den Dingen im Leben.

Vieles davon stammt bereits aus deiner Kindheit und Jugend.

Wenn wir dort z.B. gelernt hast, „Iss bis der Teller leer ist“, „Wenn du nicht aufisstauf isst, gibt es schlechtes Wetter“, dann wirst du das auch im späteren Leben weiterhin so machen. Oder wenn du es dir angewöhnt hast, abends mit der Familie Filme zu schauen und dabei Chips zu essen, dann hast du diese Gewohnheit erlernt, verankert und mit positiven Gefühlen verknüpft.

Es sei denn, du programmierst die Gewohnheit wieder um.

Und genau das lernst du – du hast es erraten – hier 😊!

Hier kannst du den Podcast kostenlos abonnieren.

„Wenn nicht wir, wer dann? Wenn nicht jetzt, wann dann?“
– John F. Kennedy

Wenn du dir bis hierhin alles durchgelesen hast: Glückwunsch!

Ich bin stolz auf dich (unbekannterweise). Bevor wir uns verabschieden, lass uns noch ein kurzes Gedankenspiel machen:

Wir spulen die Zeit bis dahin vor, wo du auf deinem Sterbebett liegst. Nun stell’ dir vor, wie links und rechts neben dir Geister erscheinen.

Diese Geister sind die Träume, die du nie gelebt hast. Aufgrund von Entscheidungen, die du aus Angst nie getroffen hast.

“Du hättest uns zum Leben erwecken können.”

“Aber jetzt gehen wir zusammen ins Grab.” sagen sie.

Dein Schicksal mag vielleicht in den Sternen stehen.

Aber den Schicksalshammer hast du in der Hand.

Schwing ihn – mit aller Kraft, die du hast!

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Frank Olschewski

Frank beschäftigt sich bereits sein halbes Leben lang mit den Themen Ernährung, Sport und Selbstmotivation (Ernährungswissenschaften & positive Psychologie) und hat sich mit Monster Fitness seinen größten Traum erfüllt. Er führt durch den Abnehmdschungel, deckt Märchen auf und stellt die wirksamsten Prinzipien zum Abnehmen auf seine ganz eigene Art dar.

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