Intuitiv oder mit Diät abnehmen?

23. Februar 2020 Categories: Abnehmen, Allgemein, Motivation, Podcast

Intuitives Essen gilt als großer Trend aber – Moment mal. Halt stopp, Intervallfasten ebenfalls stark im Trend?! Beides wird aktuell sehr stark von den Medien beworben. Beide entgegengesetzt. Wie kann das sein?!

Der Kern von intuitivem Essen ist: Achtsamkeit vor, bei und nach dem Essen und ein besseres Bewusstsein für den eigenen Körper und seine Bedürfnisse zu schaffen. Bloß keine Verbote. Bloß keine Diät und kein Fasten.

Der Kern von Intervallfasten ist: Im Prinzip ein starkes Verbot gekoppelt mit einer Diät, die einem vorschreibt, an den meisten Stunden oder sogar an bestimmten Tagen, gar nichts zu essen – egal, was der Körper gerade braucht oder benötigt.

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Wenn man nach langer Zeit und unzähligen Fehlversuchen, vor allem im Ernährungs- und Fitnessbereich, eins lernt, dann ist es Folgendes: Wenn es sich zu schön anhört, dann ist es das in der Regel auch. Ich persönlich beschäftige mich inzwischen mein halbes Leben lang mit dem Thema und zumindest davon die Hälfte wiederum wissenschaftlich und professionell und habe bisher noch nicht eine einzige Person erlebt, die ohne etwas Anstrengung, ohne eine Ernährungsumstellung, ohne Verzicht abgenommen und ihr Gewicht gehalten hat. Gleichzeitig gibt es einen Index mit über 10.000 Büchern und Ratgebern, die alle versprechen, ohne Verzichten und Anstrengung abzunehmen. Und ich habe Abnehm-Gurus kennengelernt, die selbst schwer übergewichtig sind, aber groß davon erzählen, wie einfach es doch ist, abzunehmen und dass man nicht verzichten müsste.

Wenn man lernen möchte, die immer wieder alten Versprechen in neuem Gewand irgendwie einzuordnen, dann sollte man diese Dinge – denke ich – im Hinterkopf behalten.

Intuitives Essen – die Lösung?

Einfach mal an gar keine besonderen Regeln halten, nicht verzichten, essen, worauf man Lust hat und dabei dann den Wunschkörper erreichen? Ja, das klingt toll. Verflucht sei diese Diät!

Zuerst mal: Es geht kaum besser für die Werbung und das Marketing. Aber kann das so wirklich funktionieren? Nein, natürlich nicht. Aber es steckt auch etwas mehr dahinter: Wir wissen ja inzwischen, dass Essen nicht nur etwas mit Hunger zu tun hat. Das heißt, wir wollen bestimmte Gefühle erreichen, wir wollen uns damit glücklich fühlen, wir haben Essensgewohnheiten entwickelt, die nichts mit unserem Hunger zu tun haben. Und da setzt das intuitive Essen an. Nun stell dir mal vor, du weißt all diese Dinge. Du weißt, dass das vielleicht eine Essenssucht ist oder wir einfach essen, weil wir glücklich sein wollen bzw. bestimmte Gefühle kompensieren wollen, aus Langeweile oder Stress essen und dass Schokolade schlecht für unseren Körper ist. Doch nur, weil du das alles weißt, bist du ja noch lange nicht in der Lage plötzlich deine Ernährung umzustellen. Mal angenommen, du hast Heißhunger auf Süßes oder einen Riesenkohldampf auf ne leckere Pizza und du hörst nun einfach nur mal auf deinen Körper. Was fühlst du dann? Ganz genau. Den Heißhunger und den Riesenkohldampf.

Nun stell dir mal vor, du schaffst es damit nun, ein Kaloriendefizit zu erreichen und hast ständig etwas Appetit. Gemäß des intuitiven Essens hast du geglaubt, die Banane und die Nudeln seien genau das gewesen, was du gerade gebraucht hast. Doof ist jetzt nur, dass du bereits am Kalorienlimit angelangt bist, aber der Tag nur zur Hälfte rum ist. Und noch doofer ist es nun, dass du mit den ganzen Kohlenhydraten deinen Insulinspiegel so richtig zum Kochen gebracht und starken Appetit entwickelt hast. Nun heißt die Parole: Hör auf deine Intuition und das wird schon! Ähh, nein. Verdammte Hacke, ich hab Appetit bis zum Umfallen.

Und genau da beiße ich mich an der ganzen Geschichte: Es ist ein wirklich interessanter Lösungsansatz, aber wenn dir deine Intuition nicht plötzlich nach jahrelangem Fehlverhalten zeigt, wie du als Ernährungstaktiker deinen Magen füllst, satt bleibst, deinen Appetit zügelst und das alles über nen längeren Zeitraum bei nem Kaloriendefizit schaffst, dann sitzt du in der Tinte. Und das Einzige, was dein Körper dann noch zu dir sagt ist: Iss!! Iss verdammt noch mal.

Und wenn man dann nach drei Monaten auf die Waage schaut und immer noch dasselbe Gewicht sieht oder vielleicht 1 kg weniger, dann denkt man sich: Das habe ich mir aber anders vorgestellt!

Das Intervallfasten hingegen spielt gut in unsere Hormone mit rein – morgens und abends essen ist ungünstig für unseren Insulinspiegel und wir würden übermäßig starken Appetit entwickeln. Aber kann das ein Leben lang gut gehen? Ist eine Diät nicht einfach nur eine Hammer-und-Meißel-Methode? Ja.

Das Ziel sollte es sein, die Vorteile von beiden Gebieten (und weiteren) Disziplinen miteinander für sich persönlich zu verbinden. Die Ernährungstechnischen Vorteile von Intervallfasten und die psychologischen Ansätze von intuitivem Essen.

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Frank Olschewski

Frank beschäftigt sich bereits sein halbes Leben lang mit den Themen Ernährung, Sport und Selbstmotivation (Ernährungswissenschaften & positive Psychologie) und hat sich mit Monster Fitness seinen größten Traum erfüllt. Er führt durch den Abnehmdschungel, deckt Märchen auf und stellt die wirksamsten Prinzipien zum Abnehmen auf seine ganz eigene Art dar.

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