Diät-Überblick – Die 10 beliebtesten Diäten im Check

10. Oktober 2021 Categories: Abnehmen, Ernährung

Diäten gibt es gefühlt wie Sand am Meer. Ob Keto, Low-Carb oder Paleo-Diät. Das Versprechen ist immer das Gleiche: Endlich erfolgreich abnehmen! 

Doch welche Diäten gibt es, welche halten tatsächlich ihr Versprechen und welche Diätarten solltest du lieber meiden? In unserem Diät-Überblick zeigen wir dir anhand unseres Bewertungssystems, welche Diätarten wirklich effektiv sind und welche du getrost bleiben lassen kannst.

Wir bewerten die Diäten in unserem Diät-Überblick anhand der Effektivität, des Risikos eines Jojo-Effekts und wie gesund die Diät wirklich ist. 

Keto-Diät – Die Ketose als dein unsichtbarer Abnehmhelfer

Die Keto-Diät, oder auch ketogene Ernährung genannt, ist so beliebt wie noch nie! Deshalb stellen wir sie auch als erste Diät in unserem Diät-Überblick vor. Die große, etwas radikalere Schwester der Low-Carb-Diät gilt als eine der effektivsten Methoden, um schnell abzunehmen.

Gekennzeichnet ist die Keto-Diät durch eine extrem kalorienarme, dafür aber fettreiche Ernährung, die dennoch lange satt hält. Und vor allem: Schlank macht, sobald der Körper in die Ketose schaltet! Denn dadurch verlierst du insbesondere im Vergleich zur Low-Fat-Diät sehr schnell Fett.¹

Was gibt es zu beachten?

  • Die Menge an Kohlenhydraten ist stark begrenzt (je nach Variante auf 20 g bis maximal 50 g pro Tag).
  • Wenn Kohlenhydrate, dann vor allem aus Obst und Gemüse. Doch hier ist Vorsicht geboten: Nicht alle Gemüsesorten sind automatisch kohlenhydratarm!
  • Der Großteil deiner Ernährung besteht aus Fett. Allerdings ist es hier wichtig, in gute und schlechte Fett zu unterscheiden (Mehr dazu im Artikel Fett: 7 wichtige Aspekte, die du kennen solltest). Das Fett beziehst du natürlich vorwiegend aus gesunden Fettquellen, beispielsweise Fisch, Fleisch, Avocados, Nüsse und hochwertigen Ölen.
  • Auch Eiweiße sind erlaubt, denn diese dienen dem Erhalt der Muskelmasse.

Für VeganerInnen/VegetarierInnen geeignet? 

Jein. Die typischen Lebensmittel wie fettiges Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte sind natürlich nicht für Vegetarier oder gar Veganer geeignet.

Allerdings bietet die Natur eine Vielzahl an fettigen, für die Keto-Diät geeigneten Lebensmitteln, die du stattdessen zu dir nehmen kannst. Beispielsweise Avocado, (grünes) Gemüse, diverse Öle und Nüsse. Aber auch Tofu eignet sich gut (hier solltest du allerdings auf den Kohlenhydratgehalt achten).

Unsere Bewertung im Diät-Überblick

4,5 von 5 Sterne

Die Keto-Diät ist sehr effektiv, wenn sie richtig ausgeführt wird und lässt tatsächlich Fett schmelzen und somit die Pfunde purzeln. Ein großer Vorteil gegenüber anderen (Crash-)Diäten, bei denen man hauptsächlich Wasser verliert. Außerdem: Die Keto-Diät ist sehr sättigend!

Bis die Ketose (also der Powerbooster für die Fettverbrennung) einsetzt, dauert es jedoch 2-3 Tage. Außerdem muss sich strikt an die maximale Menge an Kohlenhydraten gehalten werden, damit es tatsächlich zum Einsetzen der Ketose und somit zur Fettverbrennung kommt. In dieser Zeit kann es zu Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Konzentrationsschwäche kommen. Doch einmal bei der Ketose angelangt, steigt nicht nur die Fettverbrennung, sondern auch die Konzentrationsfähigkeit!

Der Jojo-Effekt kann, aber muss nicht auftreten. Da die Keto-Diät wahrscheinlich eine starke Veränderung zu deiner bisherigen Ernährung darstellt, solltest du darauf achten, nach Ende der Diät weiterhin Low-Carb zu essen. Somit kannst du dem Jojo-Effekt entgegenwirken.

Aus all diesen Gründen verdient die Keto-Diät Platz 3 in unserem Diät-Überblick!

Du denkst, dass die Keto-Diät genau das richtige für dich ist? Dann schau’ direkt in unserem Artikel Die Keto-Diät im Test: So effektiv ist sie! (2021) vorbei und erfahre im Interview mit Ivonne aus erster Hand, wie viel sie wirklich abgenommen hat und auf welche Hürden sie gestoßen ist.

Low-Fat-Diät – Mit wenig Fett zu viel Fettverbrennung

Die Low-Fat-Diät ist zwar das ganze Gegenteil der Keto-Diät, doch sie verfolgen dennoch das gleiche Ziel: Fett verbrennen und Gewicht verlieren!

Wie der Name bereits erahnen lässt, steht bei der Low-Fat-Diät vor allem die Reduktion von Fett in der Ernährung im Vordergrund. Täglich sollte die Menge maximal zwischen 30-60 g betragen. Doch was an Fett eingespart wird, darf an Kohlenhydraten und vor allem Proteinen gegessen werden!

Die wohl bekannteste Variante ist die Low-Fat 30 Diät, bei der die Ernährung nur zu rund 30% aus Fett bestehen darf. Das macht umgerechnet 60 g Fett, welches du täglich über deine Nahrung zu dir nehmen darfst. Dabei sollte die Menge zum Großteil aus gesunden, pflanzlichen Fettquellen entstammen.

Warum soll Fett der Bösewicht sein?

Hier lohnt sich ein Blick auf die Makronährstoffe und deren Kalorien. Fett enthält pro Gramm 9 kcal – Kohlenhydrate und Eiweiße hingegen nur 4 kcal pro Gramm. 

Was gibt es zu beachten?

  • Neben der maximalen Menge an Fett gibt es außerdem zwei Regeln, die du unbedingt beachten solltest:
    • Iss nur, wenn du hungrig bist UND hör auf zu essen, wenn du satt bist.
  • Achte unbedingt auf die Fettquelle: Setze vor allem auf ungesättigte Fettsäuren und versuche, gesättigte Fettsäuren und Transfette zu vermeiden.
  • Auch wenn deine Ernährung primär fettreduziert ist, sollte sie dennoch ausgewogen sein. Proteine und vor allem Kohlenhydrate nicht in Übermengen verzehren, sondern auch hier auf das richtig Maß achten. 

Für VeganerInnen/VegetarierInnen geeignet? 

Ja! Du kannst deine Ernährung weiterhin beibehalten, allerdings musst du natürlich den Fettgehalt reduzieren. Das stellt allerdings kein Problem dar, da der Großteil der gesunden Fette aus pflanzlichen Quellen entstammen soll. Also, leg los!

Unsere Bewertung im Diät-Überblick

3 von 5 Sterne

Die Low-Fat-Diät ist zwar sehr bekannt und unter einigen auch sehr beliebt, allerdings hat sie nicht nur Vorteile. Fakt ist, dass du diese Diät langfristig durchführen kannst und sie auch sehr gesundheitsfördernd sein kann – vor allem, wenn du von einem zu hohen Cholesterinspiegel geplagt bist.

Allerdings belegen einige Studien, dass die Low-Fat-Diät insbesondere im Vergleich zur Low-Carb-Diät schlechter abschneidet. Denn vor allem in Bezug auf den Gewichtsverlust und die Reduktion kardiovaskulärer Risikofaktoren schneidet letztere besser ab.²

Außerdem erfordert auch diese Diät das exakte Tracken der Nahrungsmittel und stellt meist eine große Umstellung zu den bisherigen Gewohnheiten dar. Deshalb schneidet sie in unserem Diät-Überblick mit 3 von 5 möglichen Sternen auch nicht unbedingt gut ab.

Vor- und Nachteile der Diät und wie du am besten startest, erfährst du im Artikel Low Fat Diäten – Das perfekte für dich? 

Zurück in die Steinzeit? Die Paleo-Diät macht’s möglich!

Auch die Paleo-Diät erfreut sich immer größer werdender Beliebtheit. Mittlerweile findet man auch in diversen Supermärkten Nahrungsmittel, die als “paleo-geeignet” gekennzeichnet sind. Deshalb findet sie natürlich auch ihren Platz in unserem Diät-Überblick.

Die Grundidee der Paleo-Diät ist, Nahrungsmittel in ihrer ursprünglichen Form aufzunehmen und auch nur die Lebensmittel zu essen, die vermeintlich zur Steinzeit verfügbar waren. Beispielsweise kein Industriezucker, sondern stattdessen Honig und Ahornsirup zum Süßen.

Was gibt es zu beachten?

  • Bei der Steinzeiternährung geht es nicht nur darum, die richtigen Lebensmittel zu essen, sondern auch auf deren Qualität zu achten. Lebensmittel sollten am besten regional und in Bio-Qualität gekauft werden.
  • Vor allem industriell gefertigte Lebensmittel und Zucker sind tabu! Das bedeutet kein Fast Food und keine Süßigkeiten – Denn immerhin hatten unsere Vorfahren das auch nicht.
  • Die Steinzeiternährung ist nicht 1:1 auf uns übertragbar. Abgesehen davon, dass wir nicht mehr in der Steinzeit leben, jagen wir auch keine Mammuts mehr – und verbrennen dementsprechend auch keine 3000 kcal pro Tag. Somit muss vor allem die Kalorienaufnahme angepasst werden. 

Für VeganerInnen/VegetarierInnen geeignet? 

Nein. Zumindest nicht in der “Originalform”, wie du weiter unten erfahren wirst.

Unsere Bewertung im Diät-Überblick

4,5 von 5 Sterne

Der wohl größte Vorteil der Paleo-Diät liegt im Verzicht auf industriell gefertigten Lebensmitteln und Zucker. Dies ist nicht nur für das Abnehmen von Vorteil, sondern auch für deine Gesundheit! 

Ein weiterer Vorteil: Da du auf keinen Makronährstoff (also Kohlenhydrate, Proteine und Fette) in großen Mengen oder gar ganz verzichtest, ist die Ernährung sehr ausgewogen und ein Nährstoffmangel fast unmöglich. Außerdem kannst du sie dauerhaft durchführen.

Der wohl größte Nachteil besteht jedoch für Vegetarier und Veganer, da bei dieser Diät recht viele tierische Produkte verzehrt werden. Außerdem bedeutet auch die Paleo-Diät eine große Umstellung. Zwar werden tierische Produkte gegessen, auf Milch oder Getreideprodukte wird jedoch größtenteils verzichtet.

Wenn du wissen willst, was die Wissenschaft über die Paleo-Diät sagt und wie ein beispielhafter Tagesplan aussieht, dann schau gleich in unseren Artikel zur Paleo-Diät.

Nicht ganz so dufte – Die Kohlsuppe-Diät

Vielleicht hast du schon einmal von dieser Diät oder ihren Versprechungen á la “7 Kilo in 7 Tagen” gehört. Die Kohlsuppe-Diät wirbt mit einem enormen Gewichtsverlust in kürzester Zeit, allerdings ist der Name auch Programm: morgens, mittags, abends gibt es – richtig – Kohlsuppe.

Der “Abnehmerfolg” lässt sich vor allem darauf zurückführen, dass Kohl sehr kalorienarm, aber schwer zu verdauen ist. Somit entsteht ein Kaloriendefizit, welches zum Abnehmen essentiell ist. 

Klingt toll, oder? Na ja nicht ganz. Die Kohlsuppe-Diät ist eine klassische Crash-Diät. Zwar stehen am Ende der Woche  -7 kg auf der Waage, allerdings ist das kein echter Fett-, sondern lediglich ein Wasserverlust. Kohlsuppe lässt also kein Fett schmelzen. Daher schneidet sie in unserem Diät-Überblick mit 2 von 5 Sternen eher schlecht ab.

Was gibt es zu beachten?

  • Die Kohlsuppe-Diät darf nur maximal 7 Tage durchgeführt werden, sonst droht eine Mangelernährung aufgrund der fehlenden Vielfalt an Nährstoffen.
  • Du nimmst schnell ab, wenn du dich an die Regeln der Kohlsuppe-Diät hältst.
  • Kein echter Fett- sondern lediglich Wasserverlust.
  • Der Jojo-Effekt kommt bestimmt: Da du lediglich Wasser verlierst und deine Ernährung nach Ende der 7 Tage wieder vielfältiger ist, ist es sehr wahrscheinlich, dass du dein Ausgangsgewicht recht schnell wieder erreichst.

Für VeganerInnen/VegetarierInnen geeignet? 

Ja! Zwar kannst du an bestimmten Tagen deine Suppe mit unterschiedlichen Einlagen verfeinern (so auch mit Hähnchen), du kannst dies jedoch auch ganz einfach mit Gemüse und/oder Tofu ersetzen!

Unsere Bewertung im Diät-Überblick

2 von 5 Sterne

Die Kohlsuppe-Diät glänzt mit der schnellen Gewichtsabnahme und den Beweis dafür findest du auf der Waage. Allerdings sollte dir bewusst sein, dass du zwar schnell Gewicht verlierst, es sich dabei aber nicht um Fett, sondern lediglich um Wasser handelt. 

Crash-Diäten sind zudem meist von einer sehr einseitigen Ernährung geprägt, die natürlich nicht dauerhaft durchgeführt werden kann – so auch bei der Kohlsuppe-Diät. Der Name ist Programm. Demnach ist auch eine dauerhafte und vor allem gesunde Gewichtsabnahme damit nicht möglich. 

Und: Der Jojo-Effekt kommt garantiert!

Mehr zum Thema findest du in unserem Artikel 7 Kilo in 7 Tagen! Wie effektiv ist die Kohlsuppe Diät wirklich?

Proteine, Proteine, Proteine: Die Eiweiß-Diät

Nicht nur zum Muskelaufbau ist eine proteinreiche Ernährung geeignet! Auch zum Abnehmen und dem gleichzeitigen Erhalt der Muskelmasse ist die Eiweiß-Diät super geeignet und wird daher nicht nur von Sportlern geschätzt. 

Letzteres ist enorm wichtig, um dauerhaft Fett abnehmen zu können. Denn genau in diesem Punkt mangelt es den meisten Diäten: Statt Fett werden Wasser und Muskelmasse abgebaut, was zu “beeindruckenden” Ergebnissen auf der Waage führt.

Doch abgesehen vom Erhalt und Aufbau der Muskelmasse ist die Eiweiß-Diät eine Diät, welche lange satt macht und somit auch verhindert, dass du deinen kleinen Hunger mit Snacks stillst.

Was gibt es zu beachten?

  • Der Hauptbestandteil der Ernährung sind Proteine. Dabei solltest du darauf achten, ein gutes Gleichgewicht aus pflanzlichen und tierischen Proteinquellen zu finden. Es ist aber auch möglich, die Diät vegetarisch oder vegan durchzuführen.
  • Dadurch, dass dich Protein lange satt hält, wirst du über den Tag hinweg sehr wahrscheinlich weniger essen und somit weniger Kalorien zu dir nehmen. Das führt zu einem Kaloriendefizit, welches beim Abnehmen unerlässlich ist.
  • Achte auf die Menge an Kohlenhydraten, die du zu dir nimmst! Vollkornprodukte, Nüsse und zuckerarmes Obst sind in Maßen erlaubt. Der Fokus sollte jedoch auf high protein und low carb liegen.

Für VeganerInnen/VegetarierInnen geeignet? 

Ja! Deine Proteinquellen können auch rein pflanzlich sein. Auch vegane Proteinshakes können helfen, deinen täglichen Bedarf an Eiweißen zu decken.

Unsere Bewertung im Diät-Überblick

5 von 5 Sterne

Mit der Eiweiß-Diät lässt sich nachhaltig und langfristig abnehmen, ohne dabei Muskelmasse zu verlieren. Denn jedes Gramm mehr Muskelmasse, welches du durch Sport aufbaust und durch gesunde, proteinreiche Ernährung fütterst, verbraucht mehr Kalorien – auch in Ruhephasen. Ein eindeutiger Vorteil gegenüber anderen (Crash-)Diäten!

Außerdem ist die Umstellung der Ernährung nicht so radikal wie bei anderen Diäten oder Ernährungsformen und somit auch auf Dauer alltagstauglich. Auch ein Restaurantbesuch ist bei dieser Diät-Form auf jeden Fall drin!

Verdient landet die Protein-Diät deshalb auf Platz 1 in unserem Diät-Überblick! 

Die Stoffwechsel-Diät: Wie das Anregen des Stoffwechsels zum Abnehmen führt

Bei der Stoffwechsel-Diät gibt es unterschiedliche Methoden, um den Stoffwechsel anzuregen und so abzunehmen. Allen gemeinsam ist jedoch der hohe Eiweißgehalt und wiederum niedrige Kohlenhydrat-Anteil in den Mahlzeiten. Ähnlich wie bei der Keto-Diät soll der Körper durch die geringe Zufuhr an Kohlenhydraten “gezwungen” werden, diese aus den Fettdepots bereitzustellen. Denn auch in diesem Fall dienen die Ketonkörper als Energieersatz.

Darüber hinaus soll die Stoffwechsel-Diät durch die radikale Umstellung den Blutzuckerspiegel konstant halten und somit auch Heißhungerattacken vermeiden.

Im Prinzip handelt es sich bei der Stoffwechsel-Diät also nicht um eine eigenständige Diät, sondern eher um eine Ernährungsweise, die verschiedene Prinzipien diverser Diäten vereint und durch die Anregung des Stoffwechsels zu einer Gewichtsabnahme führen soll.

Was gibt es zu beachten?

  • Es gibt diverse Arten der Stoffwechseldiät, welche alle unterschiedlichen Regeln folgen. Zu nennen sind hier zum Beispiel die Blutgruppen-Diät, die Max-Planck-Diät, die Turbo-Stoffwechselkur oder Metabolic Balance.
  • Grundsätzlich sollten bei jeder dieser Formen 3 Mahlzeiten pro Tag verzehrt und auf Zwischenmahlzeiten verzichtet werden.
  • Eine proteinreiche und dafür kohlenhydratarme Ernährung ist Pflicht, um den Stoffwechsel anzuregen und somit erfolgreich abnehmen zu können.

Für VeganerInnen/VegetarierInnen geeignet? 

Ja! Allerdings muss natürlich darauf geachtet werden, aus welchen Quellen die Eiweiße, Fette und auch die Kohlenhydrate bezogen werden.

Unsere Bewertung im Diät-Überblick

4 von 5 Sterne

Die Stoffwechsel-Diät bezeichnet nicht immer eine eigenständige Diät, sondern umfasst mehrere unterschiedliche, aber prinzipiell ähnliche Diätformen.

Ein rascher Gewichtsverlust ist dabei vor allem auf die radikale Ernährungsumstellung (vor allem den Verzicht auf Kohlenhydrate) zurückzuführen. Daher ist Vorsicht geboten, wenn die Diät beendet wird und es sollte daher eine Art Umgewöhnungsphase eingebaut werden.

Mit Low-Carb zu hohem Gewichtsverlust?

Die Low-Carb-Diät ist wohl eine der bekanntesten und beliebtesten Diäten weltweit! Daher ist es nur logisch, dass wir sie in unserem Diät-Überblick vorstellen. Gekennzeichnet durch die radikale Reduktion der Menge an Kohlenhydraten ist die Low-Carb-Diät für viele die Lösung, da sie die Pfunde schnell purzeln lässt.

Doch ähnlich wie bei der Stoffwechsel-Diät gibt es einige Formen der Low-Carb-Diät, die sich vor allem in der Menge der täglichen Kohlenhydrate unterscheiden. Auch die Keto-Diät zählt zu einer Form der Low-Carb-Diät, wobei diese eher als große, radikalere Schwester angesehen wird.

Bei jeder der verschiedenen Low-Carb-Diätformen sollte auf die Menge, aber auch auf die Art der Kohlenhydrate geachtet werden. Letztere sollten vor allem aus Gemüse oder Nahrungsmitteln mit hohem Ballaststoffanteil und niedrigem glykämischen Index bezogen werden. Dies führt in Kombination mit protein- und fettreichen Lebensmitteln zu einem recht konstanten Insulinspiegel, einer langen Sättigung und einer geförderten Verdauung.

Was gibt es zu beachten?

  • Je nach Art der Low-Carb-Diät gibt es unterschiedliche Empfehlungen der maximalen Menge an Kohlenhydraten, die du täglich zu dir nehmen solltest.
  • Wichtig ist auch bei dieser Diätform die Quelle der einzelnen Makronährstoffe: Kohlenhydrate solltest du vor allem aus ballaststoffreichem Gemüse beziehen.
  • Die radikale Umstellung der Ernährung kann zunächst zu krankheitsähnlichen, physischen Symptomen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und Verdauungsproblemen führen. Allerdings sollten diese Symptome nach kurzer Zeit verschwinden.
  • Da die Low-Carb-Diät eine radikale Ernährungsumstellung bedeutet, musst du auch in diesem Fall auf eine Umgewöhnungsphase nach Ende der Diät achten, da sonst der Jojo-Effekt droht.

Für VeganerInnen/VegetarierInnen geeignet? 

Ja! Allerdings muss natürlich auch bei dieser Diät darauf geachtet werden, aus welchen Quellen die Eiweiße, Fette und auch die Kohlenhydrate stammen.

Unsere Bewertung im Diät-Überblick

4 von 5 Sterne

Auch bei der Low-Carb-Diät gibt es diverse Varianten, die sich vor allem in der Menge der täglich erlaubten Kohlenhydrate unterscheiden. Durch die extreme Ernährungsumstellung kommt es recht schnell zu einem Gewichtsverlust, allerdings nur, wenn auch die Quelle der Kohlenhydrate beachtet wird.

Um nicht nur Wasser und vor allem Muskelmasse zu verlieren, solltest du unbedingt auf eine proteinreiche Ernährung während der Diät achten! Außerdem kann bei dieser Diät der Jojo-Effekt drohen, denn auf Dauer sollte die Low-Carb-Diät in ihren extremen Formen nicht durchgeführt werden.

High-Carb-Diät: Abnehmen mit einer Menge Kohlenhydrate?

Eine Diät voller Pizza, Pasta und Brot. Klingt traumhaft, oder? Tatsächlich ist die High-Carb-Diät allerdings nicht so traumhaft, wie sie auf den ersten Blick scheint, was sie allerdings nicht weniger ansprechend macht. Denn bei der High-Carb-Diät sind Carbs zwar erlaubt, allerdings kommt es dabei auch auf die Art und Quelle der Kohlenhydrate an.

Auf den Tisch kommen kohlenhydratarmes Obst, Gemüse und vollwertige Getreideprodukte wie Vollkorn. Allerdings geht es bei der High-Carb-Diät auch darum, sein natürliches Sättigungs- und Hungergefühl kennenzulernen und vor allem: darauf zu hören!

Was gibt es zu beachten?

  • High-Carb bedeutet nicht, dass Unmengen an Kohlenhydraten aus unterschiedlichsten Quellen verzehrt werden dürfen. Stattdessen muss darauf geachtet werden, dass die Kohlenhydrate vor allem aus Gemüse, Obst und vollwertigem Getreide bezogen werden.
  • Nicht nur auf die Quelle der Kohlenhydrate muss geachtet werden, sondern auch auf die Quelle der anderen Makronährstoffe (Fette und Proteine).
  • Für Menschen mit Stoffwechselproblemen ist diese Ernährungsform nicht geeignet.

Für VeganerInnen/VegetarierInnen geeignet? 

Ja! Weil diese Diät beziehungsweise Ernährungsform auf pflanzlichen Lebensmitteln basiert und auf gute, pflanzliche Fette wert legt, ist sie ideal für VeganerInnen und VegetarierInnen geeignet. Auf das fettarme Fleisch und den Fisch kann auch verzichtet werden, da im Fokus die Kohlenhydrataufnahme steht.

Unsere Bewertung im Diät-Überblick

3 von 5 Sterne

Die High-Carb-Diät scheint für viele eine verlockende Form der Ernährungsumstellung zu sein. Allerdings muss darauf geachtet werden, aus welchen Quellen die Kohlenhydrate bezogen werden.

Doch allein die Auseinandersetzung mit der eigenen Ernährung, den Makronährstoffen und deren Verteilung sowie dem eigenen Sättigungs- und Hungergefühl kann zum Abnehmerfolg führen.

Militär-Diät: Mit Drill 5 Kilo pro Woche abnehmen?

Die Militär-Diät (auch Military Diet) verspricht, dass du bis zu 5 Kilo pro Woche durch diese Ernährungsform abnehmen kannst. Funktionieren soll das durch eine strikte Reduktion der aufgenommenen Kalorien an 3 Tagen pro Woche (je nach Plan maximal 1000-1500 Kalorien pro Tag) und dem “normalen Essen” an den darauffolgenden 4 Tagen der Woche.

Diese Form der Diät erinnert dich sicher an eine andere Ernährungsform, die du wahrscheinlich bereits kennst: Das Intervallfasten. Im Unterschied zum Intervallfasten ist die Kalorienzufuhr an den Diättagen jedoch höher, als an den Fastentagen.

Was gibt es zu beachten?

  • Mit einem umgestellten und geänderten Plan ist die Militär-Diät auch für VegetarierInnen und VeganerInnen geeignet.
  • Durch die kurzfristige, radikale Ernährungsumstellung droht der Jojo-Effekt nach Ende der Diät.
  • Aufgrund der geringen Kalorienaufnahme und der damit verbundenen fehlenden Energie, solltest du während der Diät-Tage auf Sport verzichten.

Für VeganerInnen/VegetarierInnen geeignet? 

Ja. Allerdings ist der klassische Militär-Diät-Plan nicht für VegetarierInnen oder VeganerInnen geeignet, da viel Wert auf tierisches Protein gelegt wird. Allerdings gibt es auch Ernährungspläne der Diät, die auf VegetarierInnen oder VeganerInnen umgemünzt sind.

Unsere Bewertung im Diät-Überblick

2 von 5 Sterne

Wer sich an den strikten Ernährungsplan hält, wird mit Sicherheit abnehmen. Allerdings sind 5 Kilo pro Woche sehr viel und mit großer Wahrscheinlichkeit kann ein Großteil des Gewichtsverlusts dem Abbau von Wasser und Muskelmasse im Körper zugeschrieben werden. Im Prinzip eine klassische Crash-Diät.

Die DGE empfiehlt zum gesunden und dauerhaften abnehmen außerdem, maximal ein halbes Kilo pro Woche zu verlieren. Darüber hinaus sind die empfohlenen Lebensmittel und Pläne sehr eintönig und es droht der Jojo-Effekt. 

Daher schneidet sie in unserem Diät-Überblick, ähnlich wie die Kohlsuppe-Diät, mit 2 von 5 Sternen schlecht ab.

Die Mittelmeer-Diät – Abnehmen dank essen wie im Urlaub

Wer an das Mittelmeer denkt, denkt nicht sofort an eine Diät, aber wohl an das leckere, frische Essen an der Küste. Und genau darum geht es bei der Mittelmeer-Diät: frisches Obst und Gemüse, Olivenöl, Fisch und ab und an etwas rotes Fleisch. 

Das Geheimnis des Erfolgs der Mittelmeer-Diät ist dabei aber nicht wirklich ein wahres Geheimnis. Denn der Erfolg der Diät geht vor allem auf die gesunde, ausgewogene und vielseitige Ernährung zurück. Wobei erwähnt werden muss, dass es sich in diesem Sinne um keine klassische Diät handelt, sondern eher um eine dauerhafte Ernährungsumstellung handelt.

Dauerhaft durchgeführt kann diese Ernährungsform sogar das Risiko für Diabetes und Herzinfarkte senken.³

Was gibt es zu beachten?

  • Bei der Mittelmeer-Diät handelt es sich eher um eine Ernährungsform, die dauerhaft durchgeführt werden kann. Aus diesem Grund steht auch nicht die Gewichtsreduktion im Vordergrund, sondern eine dauerhafte, gesunde und ausgewogene Ernährung.
  • Die Gewichtsabnahme erfolgt daher eher langsam und stetig.
  • Wichtig ist auch, dass auf die Frische und Regionalität der Produkte geachtet wird, damit du von ihren gesunden Nährstoffen voll profitieren kannst.

Für VeganerInnen/VegetarierInnen geeignet? 

Jein. Bei der Mittelmeer-Diät kommen regelmäßig Fleisch und vor allem Fisch auf den Tisch. Aus diesem Grund ist diese Ernährungsform in ihrer Originalform nicht für VegetarierInnen oder VeganerInnen geeignet. Durch kleine Änderungen kannst du diese Diät dennoch durchführen.

Unsere Bewertung im Diät-Überblick

4,75 von 5 Sterne

Die Mittelmeer-Diät ist grundsätzlich eher eine Ernährungsform statt eine Diät, weshalb auch der Abnehmerfolg nicht direkt messbar ist. Außerdem spielt bei dieser Ernährungsform und dem Wunsch nach Abnehmen auch die Zeit eine Rolle, denn der Fokus liegt auf der dauerhaften Umstellung zu gesunder und ausgewogener Ernährung.

Doch aufgrund des gesunden Ansatzes und dem langfristigen Erfolg verdient die Mittelmeer-Diät Platz 2 in unserem Diät-Überblick.

Hat dir unser Diät-Überblick gefallen? Und hast du eigene Erfahrungen mit Diäten gemacht? Dann lass uns gern einen Kommentar da!

Quellen

¹ Brehm, B. J. (2003, April). A randomized trial comparing a very low carbohydrate diet and a calorie-restricted low fat diet on body weight and cardiovascular risk factors in healthy women. PubMed.

² Pavlicek, V. (2014, 9. Oktober). Ist eine Low-Carb-Diät besser als eine Low-Fat-Diät? Der Diabetologe.

³ Galbete C, Kröger J, Jannasch F, Iqbal K, Schwingshackl L, Schwedhelm C, Weikert C, Boeing H, Schulze MB. Nordic diet, Mediterranean diet, and the risk of chronic diseases: the EPIC-Potsdam study. BMC Medicine 2018.

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Michelle Struck

Michelle ist Fitness- und Ernährungsredakteurin. Wenn sie nicht gerade Artikel über Sport und gesunde Ernährung schreibt, liest sie leidenschaftlich gern. Am liebsten über Psychologie und persönliche Entwicklung. Gemeinsames Sporttreiben mit ihrer Familie über FaceTime gehört genauso zu ihrem täglichen Ritual wie der Apfel im morgendlichen Müsli.

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